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Volkssport Trusetal mit Ideallinie

“Volkssport Trusetal” mit Ideallinie

5. Hörnerschlittenrennen in Brotterode: Zuschauer sahen spannendes Duell am Seimberg
Von Rainer Koch

Ralf Messerschmidt und sein Schlitten “Volkssport Trusetal” auf dem Weg zum Sieg am Brotte-röder Seimberg.
Brotterode – Wenn auch Dunst und Nebel für wenig einladende Wetterverhältnisse sorgten – das 5. Hörnerschlittenrennen in Brotterode wurde zum erwarteten volkssportlichen Großereignis in der und um die Werner-Lesser-II-Skiarena. Eingefunden hatten sich dort weit mehr als 1 500 Neugierige aus nah und fern, die die Strecke dicht an dicht säumten und die Schlitten auf ihren schnellen oder weniger schnellen Fahrten gleichermaßen anfeuerten – eine prächtige Kulisse. Dass manche aber während des Rennens immer wieder die Strecke betraten und sogar ihre Kinder rodeln ließen, irritierte nicht nur die Besatzungen der Schlitten, sondern brachte die Unvernünftigen selbst am meisten in Gefahr. Glücklicherweise blieb alles im Lot.

In einem begeisternden sportlichen Duell mit dem Inselbergexpress von Ede Fuchs, der vor zwei Wochen am Kleinschmalkalder Schartekopf triumphiert hatte, setzte sich der Schlitten von Volkssport Trusetal mit Ralf Messerschmidt, Steffen Schmauch, Thomas Klinger und Thomas Wolf durch. Somit gab es an

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der Spitze denselben Einlauf wie vor einem Jahr.

Der von Ralf Messerschmidt gelenkte Siegerschlitten fuhr an der Badewanne zweimal hintereinander nahezu Ideallinie. Dass er schnell unterwegs sein würde, konnte man da schon sehen. Schließlich besiegte er den Inselbergexpress aber doch nur um die Winzigkeit von einer reichlichen Sekunde, herausgeholt im ersten Lauf mit 46:64 zu 47:68 sec für die knapp 800 Meter. Im zweiten Lauf waren beide Schlitten nahezu zeitgleich unterwegs (47:59 sec die Volkssportler, 47:70 sec der Inselbergexpress). Die Trusetaler haben damit auch den ersten Rekord auf der noch ausbaufähigen neuen Strecke am Seimberg erobert. Wie schon in Kleinschmalkalden zeigte sich in Brotterode erneut, dass nur noch minimale Zeitunterschiede über die Spitzenplätze entscheiden. Die ersten fünf Schlitten blieben in einem Limit von lediglich elf Sekunden – und das in zwei Läufen!

Als im zweiten Lauf die Brotteröder Snowfighter, wie alle Schlitten der Bergstadt mittlerweile einer eigenen Sektion im WSV angehörend, den Zielhang hinein in die Skiarena hinunterschossen, konnte man ebenfalls an eine äußerst schnelle Zeit glauben. Wenige Meter vor Passieren der Zeitnahme aber riss es den Schlitten jäh aus dem Schnee. Der Sturz sah schlimm aus, vor allem für den ersten Mann Ralf Baumhämmel, der das Gefährt und seine Hintermänner abbekam, doch Schlittenfahrer sind harte Burschen. Etwas weiß im Gesicht, rappelten sich alle vier wieder auf.

Durch dieses Pech war der Weg auf Rang drei frei für die Wallenburger aus Trusetal (Ronald Luck, Volker Ullrich, Stefan Mäurer, Peter Hauschild). Sie konnten erstmals in ihrer Geschichte auf einen Treppchenplatz fahren und verdienten sich dies vor allem mit einem hervorragenden ersten Lauf, als sie in 47:14 sec sogar noch schneller unterwegs waren als der Inselbergexpress. Die Snowfighter wurden immerhin noch Sechste.

Erstmals nahm auf Initiative von Fredi Schmidt von den Seimbergrutschern aus Brotterode (10. Platz) auch ein “Seimbergrutscher Ladiesteam” das Rennen auf. Die vier mutigen Brotteröder Frauen taten dies auf Anhieb gar nicht einmal so schlecht und waren beispielsweise schneller als das gemischte Extrem-Racing-Team, der zugegebenermaßen etwas unorthodox ausschauende “Hörnerbock” aus Schmölln oder der “Flinke Ostwind” aus Fambach.

Mit dankenswerter materieller und finanzieller Unterstützung durch die Stadt und ihren Bürgermeister Kurt Lachmund, selbst ein großer Hörnerschlittenfan, der den ganzen Nachmittag über ausharrte, hatten die Mitarbeiter des Bauhofes, vor allem Thomas Storch und Chris Bartholmäs, die abwechslungsreiche und schnelle Strecke hervorragend präpariert. Zu den vielen uneigennützigen Helfern zählten neben dem WSV, der Sektion Eishockey (namentlich Andreas Steinbach) sowie dem Fremdenverkehrs- und Gewerbeverein von Brotterode auch Herr Kaiser und sein Team, die Fleischerei Lesser, das Team des Hotels Berggarten und der Disco BTD sowie der Kleinschmalkalder Schlittenfreund Luis, der bei den Problemen mit dem Transport der Schlitten einsprang.

Fazit: Der Anfang am Seimberg auf einer prima Strecke ist gemacht, von den Unzulänglichkeiten etwa beim Schlittentransport oder der teils wilden Parkerei der anreisenden Fans wurde Lehren für das Rennen 2011 gezogen.

Am Rande des Rennens wurde bekannt, dass es in Seligenthal in diesem Jahr entgegen ursprünglich anderslautender Aussagen des 1. Thüringer Hörnerschlittenvereins wohl nun doch ein Rennen geben soll, und zwar am 27. Februar. Nach dem Saisonabschluss mit dem Großen Preis von Oberwiesenthal am 6. März lädt dann der Ruhlaer Hörnerschlittenfahrer und Gastwirt Dieter Koch (Seimbergrutscher) für den 13. März erstmals zu einem Hörnerschlitten-Abwintern auf die Ruhlaer Geißenalm ein. Geplant ist ein Bustransfer, nähere Infos gibt es unter Tel. 036929/63584.

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