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Auf Kufen durch schweren, nassen Schnee

Auf Kufen durch schweren, nassen Schnee: Rodeltalente am Start

„Holzwürmer Kleinschmalkalden“ siegten beim ersten Hörnerschlittenrennen

Trusetal – Die Gelegenheit, mit Bürgermeister Karl Koch

Auch die „Brotteröder Rennsteigrutscher“ hatten Spaß an dem Rennen.

einmal so richtig Schlitten zu fahren, ergab sich nicht. Der erste Mann im Ort, der sonst jede Gaudi mitmacht, stand dafür ausnahmsweise einmal nicht zur Verfügung. Im Anzug schaute er bei der Premiere des Trusetaler Hörnerschlittenrennens um den Wasserfall-Pokal nur von der Seite zu. Es warteten noch andere Termine auf ihn, die seinen Besuch auf die Startphase des Rennens begrenzten. Dafür schauten einige hundert Besucher den beiden Wertungsläufen der großen Hörnerschlitten und dem Schlittenrennen der Kinder begeistert zu.

Zu dem Rennen hatten die Hörnerschlittenteams aus Trusetal, die Tourismus GmbH des Ortes und die Skifreunde Laudenbach gemeinsam eingeladen. Fast parallel zum Skilift führte die Strecke von der Kopfstation auf einem Waldweg zur Talstation und weiter hinunter bis fast an die Straße zur „Hohen Klinge“. Die Strecke war rund 1,6 Kilometer lang, der schwere, nasse Schnee bremste aber nahezu jede Schnellfahrt. Erstaunlich, dass die Organisatoren die Fahrspur noch so gut präparieren konten, dass das Rennen überhaupt möglich wurde.

Nach 195 Metern Höhenunterschied hatten die Hörnerschlittenteams je nach Geschick rund zwei bis drei Minuten Fahrzeit hinter sich. Nicht jede Mannschaft kam ohne Blessuren durch den ersten Teil der Strecke, der teilweise von Spurrinnen gezeichnet war. Dass selbst beim Zieleinlauf noch Konzentration gebraucht wurde, bewies sich auch mehrfach. So kamen die „Brotteroder Schneeflöckchen“ kurz vor der Ziellinie noch vom rechten Weg ab und büßten dadurch schon im ersten Lauf wertvolle Zeit ein. Fair waren aber nicht nur die Aktiven, sondern auch das Publikum, das frohen Mutes alle Teams anfeuerte.

Mit der Zeit besserten sich die Bedingungen etwas und der hinderliche, leichte Nebel verzog sich. In der Pause durften die Jüngsten ihr Rodeltalent beweisen. Acht Teilnehmer meldeten sich für die Schlittenfahrt an. Während die einen wahrlich den Hang hinunter sausten, mussten andere sich im Schnee abstoßen, um vorwärts zu kommen. Aber der Spaß und der olympische Gedanke zählten: Dabeisein ist alles.

Es folgte der zweite Wertungslauf und am Ende siegten die „Holzwürmer Kleinschmalkalden“ vor den heimischen „Volkssport Trusetal“ und dem „Thüringer Inselberg Express“. Zwölf Teams waren insgesamt am Start. Mit der Resonanz zeigten sich die Organisatoren zufrieden. Etwa 300 Zuschauer waren an die Strecke gekommen. Für das erst vor drei Wochen kurzfristig anberaumte Rennen ein gutes Ergebnis, befand Ralf Messerschmidt seitens des Organisationskomitees. Schon vor zwei Jahren, erinnerte er, war eine solche Veranstaltung. Doch damals fehlte der Schnee und alle Vorbereitungen waren umsonst. Nun kamen die Skifreunde Laudenbach auf die Hornschlittenteams kurzfristig zu und meinten, am Lift liege für solch ein Rennen noch genug Schnee. Gesagt, geschaut, getan – die Trusetaler Tourismus GmbH übernahm das Zepter. Zusammen mit zehn bis zwölf Helfern wurde die Veranstaltung auf die Kufen gestellt.

Das erste Hornschlittenrennen endete mit einer zünftigen Après-Ski-Party. Bis in den Abend hinein wurde die Premiere gefeiert. „Und das, wo es am ganzen Vormittag nur geregnet hat“, wunderte sich Ralf Messerschmidt ein wenig und staunte über die geleistete Arbeit und den Erfolg. Der gute Zuspruch an Schlitten und Zuschauern macht Mut für eine weitere Auflage im kommenden Jahr macht. Zumal die Skifreunde Laudenbach und ein privater Waldbesitzer schon jetzt ihre Unterstützung signalisiert haben. eh

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